Vereinshaus

Ein kurzer Rückblick…

Das Schützenplatzgelände in Erftstadt – Liblar befindet sich am Rande des Naherholungsgebietes „Kottenforst Ville“ in der Nähe des Liblarer Sees. Das rund 4000 m2 große Gelände wurde 1952 durch den damaligen Präsidenten Peter Lauscher für den Verein erworben. Aus der Zeit des Tage – Bergbaus befanden sich noch Gebäudereste wie Pferdestallungen auf dem Gelände, die zunächst dankend genutzt werden konnten. Schon bald aber begannen die Schützen mit der Errichtung eines Schützenheims. Eine 50 mtr. Kleinkaliberbahn (KK) mit drei Schiessständen sowie der Versammlungsraum und eine 10 mtr. Luftgewehrbahn (LG) grenzen das Grundstück nach Norden hin ab. Die fünf LG-Stände waren mobil errichtet. Wurden sie demontiert, so entstand ein Veranstaltungsraum für ca. 80 Personen. LG-Schiessen und eine Veranstaltung konnten folglich nicht gleichzeitig durchgeführt werden. Beide Räume wurden mit „Kanonenöfen“ beheizt. Fehlende Wärmeschutzmaßnahmen sorgten für Vereisung des Schwitzwassers im Winter. Wollte man schießen, so musste die Waffe wegen der Temperaturschwankungen sofort auf den Schiessstand gebracht werden. Die KK-Bahn wurde in den 80er Jahren auf 6 Stände erweitert, die ersten elektrischen Scheibenzuganlagen konnten montiert werden.

11997/98, große Baumassnahmen…

Nach reiflichen Überlegungen, Boden- und Schiesssachverständigengutachten, mehreren Planungsentwürfen und zahllosen Ortsbesichtigungen fielen ab dem 30. September 1997 rund 90% der zuvor beschriebenen Räume der Abrissbirne zum Opfer. Hierbei waren Erdbeschaffenheit und die fachgerechte Entsorgung zunächst das größte Problem. Nachfolgend wurden ca. 120 m3 Beton in Bodenplatten und Ringbalken gepumpt sowie 7200 kg Stahl verarbeitet. Nachdem am 15.11.1997 die Grundsteinlegung erfolgte, wurden in den nachfolgenden Wochen 5000 Kalksandsteine in Rekordzeit verarbeitet.

Einige Schützen, die zuvor noch nie einen Stein gesetzt hatten oder Mauerkelle in Händen hielten, wurden unter fachgerechter Anleitung an dieses Handwerk herangeführt. 2Später wurden die Steine so schnell und korrekt verarbeitet, dass es zeitweise zu Nachschubproblemen kam. Im Dezember ´97 wurden Nagel- und Scherenbinder als Dachkonstruktion gesetzt, bevor am 22 Januar 1998 rund 600 m2 Thermodach geliefert und verlegt wurden. Wohlgemerkt, alles in Handarbeit! Maschinenstunden konnte sich die Bruderschaft nicht leisten ! Nun begann die Klein- und Feinarbeit, der Innenausbau: Wasser, Strom und Heizungsrohre mussten verlegt werden, Fenster und Türen gesetzt und schließlich Estrich gegossen sowie Steinzeugfliesen verlegt werden. Am 03. Mai 1998 weihte der Bezirkspräses Dechant Bürvenich die neue Anlage ein. Es wurde eine feierliche Eröffnungsfeier veranstaltet, bei der das verabreichte Bier so manche Wunde heilen ließ.

2003, die jüngste Baumassnahme:

103Natürlich gehört zu jeder Schützenbruderschaft das traditionelle Hochstandschiessen! Auch unsere Bruderschaft verfügte schon früh über einen solchen Stand, der einem Stahlgerüst ähnelte. Der Stahl musste bereits mehrfach fachmännisch und teuer restauriert werden. Polizeiliche Auflagen führten in den letzten Jahrzehnten zu erheblichem finanziellem Aufwand. Auch hier entschloss man sich nun für einen „Turmbau aus Stein“ (über „gelernte Mauerer“ verfügte man ja nun). Nachdem der Schiesssachverständige des Bundes der historischen deutschen Schützenbruderschaften und die Kreispolizeibehörde die wohl einmaligen Pläne genehmigt hatten, begann am 17.03.2003 der Abriss der alten Schiessanlage. Die vermutlich einzigartige Schiessanlage musste nach nur zwei Monaten errichtet sein, da an den Pfingsttagen in Erftstadt – Liblar das traditionelle Schützenfest gefeiert wird. Es wurde ein Turm mit drei Etagen errichtet, die dritte Etage dient als Kugelfang für die drei Schiessstände. Auf zwei Ständen darf mit Kleinkaliber ( .22 L.R.), auf dem mittleren Stand sogar mit Großkaliber der so genannten „dicken Büchse“ mit cal. 16 geschossen werden.

Als die komplette Schiessanlage am 26. Mai 2003 durch die Kreispolizeibehörde und den Schiesssachverständigen ohne Beanstandungen abgenommen wird, ist die Erleichterung den Helfern anzumerken.

Und wieder ist ein Bauabschnitt geschafft!

Dank unermüdlichem Einsatz einiger Mitglieder wurde die bisherige Toilettenanlage an heutige Ansprüche angepasst und umgebaut. Die „alte“ Anlage wurde in den frühen 70ern errichtet. Freilich ist seither viel Wasser durch die Anlage geflossen. Bei dem nun durchgeführten Umbau wurden sämtliche Wasser- und Abwasserrohre sowie die Elektroinstallation erneuert. Sowohl in der Damen- als auch der Herrentoilette wurde jeweils eine Anlage behindertengerecht errichtet. Abschluss fanden die Arbeiten nach den umfangreichen Fliesenarbeiten.
In Zug dieser Arbeiten wurden der Eingangsbereich sowie der Zugang behindertengerecht hergerichtet. Nun besteht die Möglichkeit, stufenlos von der Veranstaltungs-Halle zur Toilette zu gehen.

Hans – Karl Dölle
Geschäftsführer und Bauleiter

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